Sind Rückenschmerzen in der Schwangerschaft normal?

 

Übelkeit und Müdigkeit sind bis zu einem gewissen Grad in einer Schwangerschaft normal. Ein wachsender Bauch ist nicht nur normal, sondern sogar sehr erwünscht. ;-)

Aber Rückenschmerzen gehören keinesfalls zu einer Schwangerschaft dazu!!! Sonst wäre mein Erstgeborener wahrscheinlich Einzelkind geblieben.

 

Die Statikveränderung durch den nach vorne wachsenden Bauch sorgt dafür, dass der Rücken sich mehr und mehr in Richtung Hohlkreuz verändert. Dies erhöht den Druck im auf die Wirbelkörper und macht den Austritt für die Nerven, wie z.B. den Ischias, enger. 

Wenn dann noch das Becken der Frau verdreht ist und/oder Blockierungen vorhanden sind, entwickeln sich mehr oder weniger starke Rückenschmerzen.

 

Doch damit müssen die Schwangeren auf keinen Fall leben!!!

 

Osteopathisch kann man hier sehr gut Abhilfe schaffen, indem man das Becken, Kreuzbein und die untere Wirbelsäule therapiert. Es gibt dafür zum Glück eine Vielzahl an sanften Techniken, so dass es keinen Stress für die werdende Mutter und das Baby im Bauch bedeutet.

 

Ein weiterer großer Vorteil von einer Beckentherapie ist, dass die Stellung unseres Beckens einen Einfluss auf den Geburtskanal für das Kind hat. Ist das Becken verdreht, verkleinert sich der Geburtskanal. Die Folgen können vorzeitige Wehen und/oder Probleme bei der Geburt sein. (Auch ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine mögliche Folge von einer Beckenverwringung)

 

Es lohnt sich also in zweierlei Hinsicht, das Becken in der Schwangerschaft oder spätestens kurz vor der Geburt zu therapieren.

 

Viele Therapeuten getrauen sich nicht an Schwangere ran. Das ist vollkommen ok, denn wenn man sich nicht sicher ist, dann sollte man seine Hände lieber weg lassen. Fragen Sie also bei der Terminvereinbarung, nach der Erfahrung mit der Behandlung von Schwangeren.

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