Was erwartet mich nach der Therapie?

Jeder Mensch reagiert anders auf eine osteopathische Therapie!

Es gibt viele Patienten, denen geht es hinterher blendend. Sie sind Energie geladen und fühlen sich wie neu geboren. Bei manch anderen reagiert der Kreislauf nach einer Behandlung. Ihnen ist schwindelig, sie sind müde, hungrig und/oder geschafft. Und es gibt einige wenige, bei denen arbeitet der Körper so stark nach, dass sie einen Muskelkater bis hin zu einer Erstverschlimmerung spüren. 

Da man nicht voraussagen kann, wie ein neuer Patient reagiert, ist es empfehlenswert, nach der Therapie keine weiteren Pläne für den Tag zu haben. (Das das nicht immer realisierbar ist, weiß ich ;-) )

Direkt nach der Therapie sollten die Patienten viel trinken, spazieren gehen und/oder sich ausruhen, wenn sie das Bedürfnis dazu haben. Gut ist es, wenn man auf seinen Körper hört.

 

Damit der Effekt der Behandlung länger anhält, sind wir auch auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen. Eine Wunderheilung, ohne dass der Patient etwas in seinem Leben ändert gibt es meist nicht.

 

Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie z.B. rückenfreundliches Gehen, Stehen und Sitzen. Wobei das Sitzen sich besonders darauf bezieht, dass Frauen, aber auch Männer, nicht mehr die Beine überkreuzen und dadurch das Becken das gesamte Sitzen über in einem entspannten Zustand ist.

 

Es geht damit weiter, dass eine vorgenommene Statikveränderung länger anhält, wenn man sich muskulär stabilisiert. Patienten, die viel im Büro sitzen und sich dann nach der Arbeit zu Hause auf die Couch setzen, sind definitiv häufiger in unserer Praxis. Wenn aber die Möglichkeit zur Bewegung und zum Muskelaufbau vorhanden ist, dann hält der Therapieerfolg meist viel länger an. Wichtig ist, dass man sich symmetrische Sportarten aussucht. Diese sind z.B. Yoga, Pilates, Schwimmen, Nordic Walking, Joggen oder auch ganz klassisch ab ins Fitnessstudio. Wenn Patienten überlegen, welche Sportart oder Bewegung ihnen gut tun würde, dann gebe ich ihnen immer den Tipp, dass es wichtig ist, dass es symmetrisch und somit beidseitig gleich belastend ist.

Hier ein paar einfache Beispiele: Yoga - symmetrisch / Tennis - unsymmetrisch; Nordic Walking - symmetrisch / Bowling - unsymmetrisch. Diese Betrachtungsweise lässt sich auch auf andere Situationen im Leben ausdehnen: Rucksack - symmetrisch / Handtasche - unsymmetrisch; Beine nebeneinander beim Sitzen - symmetrisch / Beine übereinandergeschlagen - unsymmetrisch; Schlafen in Seitlage mit Kissen zwischen den Knien - symmetrisch / Schlafen in stabiler Seitlage und/oder Bauchlage - unsymmetrisch...

 

Falls sie dazu noch Fragen haben, dann versuche ich diese gerne zu beantworten!

Viel Spaß nun beim Beobachten von sich selbst! ;-)

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